Schlagwort: wort


  • Rücksichtslos herumgerollt
    Freiheit gesucht doch niemals gewollt
    Ballast fest ans Bein gebunden
    und gerannt für viele Runden
    schleppend dann für sich erkannt
    alles das gehört verbannt

  • Ich muss wieder schreiben 
    Was mir tief im Hirn
    Was in meinen Windungen
    gleich hinter der Stirn
    Doch fällt es beizeiten
    so schwer wie noch nie
    mich anzuheben
    weiß oft nicht mal wie
    ich ein Blatt Papier nur
    nehmen und stemmen soll,
    geschweige denn die
    Kappe des Füllers
    abzuziehen und dann
    damit zu schreiben
    doch das geht wieder
    irgendwann

  • Schreibst du, dann schreibe ich 
    Schweigst du, dann leide ich
    Leide ich, dann schreib ich
    Schweig ich, dann ruhe ich
    Träum ich, dann wach ich

  • Ach ja, hier kann ich auch reinschreiben
    Leben schildern und vom Leiden
    kann über die Zeit philosophieren
    es im Raum auch noch probieren
    könnt einfach auch mal schweigen
    statt ins Internet zu schreiben
    doch tippe ich mir die Finger wund
    schweigen ist so ungesund

  • Mit leeren Taschen gehen sie 
    scheinbar noch ohne Ziel
    Die Last ist leicht
    doch tragen sie
    unmerklich
    ach so
    viel

  • Er steht an der Straße 
    Spricht laut in die Hand
    in mir fremder Sprache
    in ein fernes Land

  • Rolle auf das Unheil zu 
    Augen fest geschlossen
    Nach dem Knall ist endlich Ruh
    hab ich es genossen?

  • Die See spornt an, 
    treibt mich nach vorn
    Was nützt ein Blick zurück?
    Ich will nach vorne, weiter weg
    entferne mich, Stück für Stück
    Wenn ich bereit, dann drehe ich um
    von vorn, noch einmal, vom Beginn
    vielleicht erkenne ich dann in alledem
    was ist und war den Sinn

  • Ich schreibe nicht mehr,
    weil kein Wort
    aus meinem Hirn entspringt
    und wenn dann keines das
    gesprochen wohlig klingt
    Ich denke viel
    tagaus, tagein, zur nacht
    ganz sicher wird aus alledem
    bald wieder Wort gemacht

  • Krank
    liege ich
    Liege und warte
    In steinernem Bett
    Schluck ich und warte
    auf die wirkende Tablette
    erhebe ich mich aus dem Bette
    bin ich schwach und schweißnass
    lasse alles geschehen, selbst Aderlass