• Ich sitz und starre ganz allein 
    Fühle mich in die Welt hinein
    Hau mir feste auf die Stirn
    Presse Text aus meinem Hirn

  • Vertrauensbruch K. K.

    Du willst heut Nacht entspannter ruhen
    Lass uns gemeinsam Buße tun
    Nun mein Kind das ist nicht schwer
    Aus meinem Munde spricht der Herr
    Willst nicht im Fegefeuer brennen
    Musst deine Sünden klar benennen
    Erleichtert in die Zukunft gucken
    Musst nur die bittere Buße schlucken
    Die Lieder gesenkt, die Hände aufs Tuch
    Öffne den Mund, ich öffne das Buch
    Während Gottes Worte tönen
    Sollst Gottes Diener du verwöhnen
    Lastet Lebenslast auf dir
    Greife fest und greif nach mir
    Halt dich fest und halte still
    Büße nun, weil ich es will
    Wenn das Buch geschlossen wird
    und dein Köpflein ist verwirrt
    Denke stets an Gottes Willen
    Sollst anderer Begierde stillen
    Wird man dich später danach fragen
    Willst du nicht die Wahrheit sagen
    Schliefest du selig doch allein
    Mit dir und deiner Bibel ein
    Das ist die Wahrheit, vertraue mir
    Man glaubt mehr mir, als jemals dir

  • Kopf sucht Erleichterung
    Er lässt das Denken sein
    Es hörten seine Ohren einst
    es könnt dann leichter sein
    so vegetiert der Geist dahin
    gedankenlos, ohne Sinn
    nimmt nichts war
    ist einfach da
    ganz still


  • Rücksichtslos herumgerollt
    Freiheit gesucht doch niemals gewollt
    Ballast fest ans Bein gebunden
    und gerannt für viele Runden
    schleppend dann für sich erkannt
    alles das gehört verbannt

  • Ich muss wieder schreiben 
    Was mir tief im Hirn
    Was in meinen Windungen
    gleich hinter der Stirn
    Doch fällt es beizeiten
    so schwer wie noch nie
    mich anzuheben
    weiß oft nicht mal wie
    ich ein Blatt Papier nur
    nehmen und stemmen soll,
    geschweige denn die
    Kappe des Füllers
    abzuziehen und dann
    damit zu schreiben
    doch das geht wieder
    irgendwann

  • Schreibst du, dann schreibe ich 
    Schweigst du, dann leide ich
    Leide ich, dann schreib ich
    Schweig ich, dann ruhe ich
    Träum ich, dann wach ich

  • Ach ja, hier kann ich auch reinschreiben
    Leben schildern und vom Leiden
    kann über die Zeit philosophieren
    es im Raum auch noch probieren
    könnt einfach auch mal schweigen
    statt ins Internet zu schreiben
    doch tippe ich mir die Finger wund
    schweigen ist so ungesund

  • Mit leeren Taschen gehen sie 
    scheinbar noch ohne Ziel
    Die Last ist leicht
    doch tragen sie
    unmerklich
    ach so
    viel

  • Er steht an der Straße 
    Spricht laut in die Hand
    in mir fremder Sprache
    in ein fernes Land

  • Rolle auf das Unheil zu 
    Augen fest geschlossen
    Nach dem Knall ist endlich Ruh
    hab ich es genossen?

  • Die See spornt an, 
    treibt mich nach vorn
    Was nützt ein Blick zurück?
    Ich will nach vorne, weiter weg
    entferne mich, Stück für Stück
    Wenn ich bereit, dann drehe ich um
    von vorn, noch einmal, vom Beginn
    vielleicht erkenne ich dann in alledem
    was ist und war den Sinn