Ich sitz und starre ganz allein
Fühle mich in die Welt hinein
Hau mir feste auf die Stirn
Presse Text aus meinem Hirn
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Ich sehe ein Licht und folge ihm
lässt mich fortan nach Norden ziehen
es glänzt so farbenfroh und strahlt
und tut das alles unbezahlt
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Spuren von Blut
Im glänzenden Schnee
Tierhaltung schmerzt
Tut manchmal weh
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Alle wollen was von mir
Kann nirgends ruhig verweilen
Ständig soll ich greifbar sein
muss mich fortan zerteilen
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Von den Blättern eingefasst
Hängt im Baum ein toter Ast
Ist von außen kaum zu sehen
Bleibt leblos in der Krone stehen
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Im Mondschein greif ich nach den Sternen
und reiche nicht heran
Was gäbe ich, nur um zu lernen
wie ich hinauf gelang
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Talk-Show-Abend
Eine gute Nachricht
ist alles was ich brauche
Nur eine zwischen allen
inmitten dieser Jauche
Ein Lichtblick nur
der Hoffnung bringt
in dieser Medienschlacht
Ach was
ich schalte alles aus
und sage Gute Nacht
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Weihnachtslied für Weihnachtsmann
Leises plätschern im See
Denn am Wasser ich steh
Nach Urin riecht der Wald
Und mein Sack der wird kalt
Da schwimmt eine Forelle
An der gelblichen Quelle
weihnachtlich schaut sie herein
Ich trank zu viel Glühwein
Bald da ist es geschafft
Die Blase ist leer gemacht
Gott sei dank bin ich ein Mann
Das ich im stehen pinkeln kann
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Das Liebe Laub es liegt
Am Boden blätterdick
Ich bette mich an warmem Tag
um kurz nur zu verweilen
Das Laub es flüstert sanft mir zu
Ich müsst mich nicht beeilen
Es liegt noch viele Wochen hier
Mal unter Schnee, mal nicht
Es wartet auf den Frühling, der
bringt Kraft und neues Licht
Wie gerne würd ich wie das Laub
die Zeit hier überdauern
Bei Nacht den Mond
am Tag den Wind
und alles andere sehen
bin dazu auserkoren nicht
muss aufstehen und gehen
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Lokführer werden, nur um mit dem Fahrrad in den ersten Wagen zu dürfen.
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»Bitte drück mir die Daumen, ich halte um 18 Uhr einen Vortrag über Aberglaube.«