Schlagwort: wort


  • Dort oben über allen Menschen 
    Auf Kirchturms spitzer Spitze
    Stelle ich mir vor, im Abendrot
    wie ich dort mit dir sitze
    Wir haben den Aufstieg arrangiert
    Ein Vesper mit dabei
    Nun sitzen wir, ausbalanciert
    Und sind einfach nur zwei
    Beine baumeln
    Die Köpfe sind frei
    Der Wind er hilft dabei
    Es ist und bleibt wie schon zuvor
    Wir sind einfach nur zwei

  • Ich atme ein und halte fest, 
    Den Atem tief in mir verwahrt
    Ich bleibe so, lasse nicht los
    Bis man mich aufgebahrt

  • Ich trage gern manch schöne Dinge
    Was ich nicht mag das sind Ringe
    Ich schwimme gern mit Ringen
    Werfe sie in die Luft
    Mag schmalzfrittierte Kringel
    Besonders deren Duft
    Der Ring am Finger wiederum
    droht mir, ich müsst mich binden
    Womöglich auch noch lebenslang
    Ich schaudere beim Gedanken
    Ein jedes mal daran
    Der Ring am Finger dient für mich
    Gedankenlos zum Spiel
    Wenngleich er anderen erscheint
    Als großes Lebensziel

  • Du trägst kein Kleid, das Kleid trägt dich
    Der Stoff so weich, so anschmieglich
    du schwebst und gleitest federleicht
    wer dir im Weg zur Seite weicht
    Die Lippen queren nie ein Wort
    Modell zu sein, ein schöner Sport

  • Ungeniert formuliert 
    Auf die Antwort
    masturbiert
    Widerlich Jugendlich
    Ach ich glaub das alles
    nicht

  • Ich sitz an einer Gabriele,
    geerbt von Erika
    Ich haue munter in die Tasten,
    es klingt so wunderbar
    Ein jedes Zeichen wird geschlagen
    mit Tinte aufs Papier
    Fehler sind mir nicht gestattet,
    es steht sofort vor mir

  • Irgendwo in weiter Ferne 
    brennt die Kerze lichterloh
    Dort am Fenster säß ich gerne
    wäre ob der Wärme froh
    Irgendwo ein Pyromane
    sieht derweil den Flammen zu
    Holz wird Kohle, Übernahme
    nach dem Feuer endlich ruh

  • Ich denke - manchmal sogar an dich
    Was ich dann sogleich bereue
    und mich an schönerem erfreue

  • Chili Oil Noodles

    Lang gezogen liegst du vor mir
    Heißes Öl, alles ist scharf
    ich will dich, will alles von dir
    ob ich dich nun essen darf?

  • Kann dich holen, wenn du möchtest 
    Sprach Gevatter Tod ganz still
    sitze nun und grüble innigst
    wann geholt ich werden will
    Heute schlecht, Kalender voll
    dann Geburtstag, Feiertage
    da zu sterben auch nicht toll
    – ausgerechnet heut die Frage
    Passt gerade nicht gut rein
    Urlaub ist auch schon in Sicht
    muss ich wirklich jetzt entscheiden?
    Heute, hier in dem Gedicht?

    Also hör mal, Herr Gevatter,
    Leben strengt schon manchmal an
    doch ich sehe überwiegend
    gute Seiten noch daran
    Wenn’s dir passt dann komm doch wieder
    sagen wir in siebzig Jahren?
    Bis dahin lebe ich weiter
    dann sehen wir, wie wir verfahren
    Immer glücklich?
    Brauche ich gar nicht
    ist das denn im Tode so?
    Fehlt es mir an Glück im Leben
    wohne ich eben anderswo

    Doch das Leben, dieses meine
    danach fragst du ja konkret
    funktioniert wie unsere Erde
    die sich immer weiter dreht
    Jahreszeiten, Stimmungsschwankungen
    mal ganz heiß und manchmal kalt
    Naturelle Katastrophen
    hoffentlich erst wenn ich alt
    Ja das Alter, ist schon richtig
    Weiß nicht, wie’s dann um mich steht
    ist mir heute auch nicht wichtig
    weil es mir gerade prächtig geht

    Du brauchst Kunden - ich verstehe - Marktwirtschaft auch dein Problem
    aber musst du ausgerechnet
    dann bei mir zu Hause stehen?
    Vorschlag, denn ich muss jetzt weiter,
    lass mal deine Nummer hier
    wenns im Alter nicht mehr heiter
    dann finde ich schon selbst zu dir