Ich bin mir sicher ganz und gar
du kommst ganz wunderbar
auch ohne Rohr zum Atmen
unter Wasser klar
Vertraue mir wenn ich dich am Haar
zerr in das kühle Klar
Hol Luft bevor ich in aller Nässe
Den Kopf tief unter Wasser presse
Halt die Luft und strample nicht
Mag selbst kein Wasser im Gesicht
Bleib bei Kraft, die See ist rau
und du noch keine Meerjungfrau
Doch Arm und Beine treiben bald
wie deine Haare, du wirst kalt
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Noch keine Meerjungfrau
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Große Kunst
Hier ist es warm,
keine Luft, kein Licht
nur Töne dringen ein
hier ist es warm,
ich bin allein
wo könnte ich nur sein?
Hier ist es eng,
nur wenig Platz,
seit man mich eingesperrt
Hier ist eng, doch weich gar sehr
denn ich, ich bin viel Wert
Hier ist es trist,
gar nichts passiert,
seit man mich eingepackt
ich harre aus und träum davon
dass man mich wieder nackt
an einer Wand der Welt vorzeigt
auf das mich jeder sieht
bis dahin aber warte ich,
bis irgendwas geschieht
und stelle fest: Hier ist es warm
Keine Luft, kein Licht, kein Dunst
Nur ich, allein, verpackt
nur ich, die große Kunst
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Wenn ich deinen Körper sehe deinen Atem spüren Wen ich ganz nah vor dir stehe mich in dich entführe Dann denke ich viel zu oft nicht allein an dich schwelge in Vergangenheit und verfluche mich
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Wenn wir müde Texte schreiben die Augen am Papier schon kleben Ob des Schlafentzuges leiden weil wir fürs Geschriebene leben
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Ich wünscht ich könnte weinen
Ich wünscht ich könnte weinen tief mit beiden Beinen In meinen traurigen Tränen stehen nur noch Salzkristalle sehen Ich wünscht der Schmerz der in mir steckt wäre nicht so tief in mir verreckt Ich wünscht ich hätte Empathie gehabt, gewollt doch hat' sie nie und wusst, ganz ehrlich, auch nie wie
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Es ist erneut zu Ende, Rettung nicht in Sicht Wir trennen unsere Hände Kein Kuss mehr ins Gesicht Ich ignoriere den Moment der sich gerade spannt Kehre den Blick nach hinten nehme dich bei der Hand Wir haben viel erlebt, in ach so kurzer Zeit Zwischen dem Kennen lernen und heut, da brachten wir es weit wir haben geliebt, gelebt, gewartet es hat nicht sollen sein nun gehst du deines Weges und Ich, ich nehme den meinen
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Das Licht flammt auf die Bühne schwarz, Applaus Du trittst heraus, bist es gewohnt und willst doch nur nach Haus Applaus verstummt, dein Wort setzt ein trittst in den Monolog Der Saal hört zu, du sprichst mit dir und wärst so gern allein nur in der Pause bist du es dann wiederholt es sich und endlich wirst du Heim gebracht und bist wieder für dich Du bist allein, wohin die Menge? Jetzt wo du sie bedarfst setzen die Gedanken ein du sehnst dich in den Schlaf
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Schlaflos laufe ich im Kreis, halte mir vor was ich längst weiß Vor dem Spiegel bleibe ich stehen, kann aller Unglück Ursprung sehen
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Lebensmotto
Ich mache viel und schaffe wenig bin nicht schlau und auch nicht dämlich Bin nicht arm, doch brauche Geld Lebe so wie’s mir gefällt Habe Glück und scheitere weine und erheitere lache, liebe, esse, singe knüpfe mir die eigene Schlinge rette mich und will mich binden traue mich nicht und will verschwinden starte neu, erinnere mich vermisst du mich, vermiss ich dich kehr zurück und finde mich und irgendwann da sterbe ich
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Lang habe ich vieles falsch gemacht In meinem kurzen Leben zerbrochen viele Freundschaften Die längst nicht mehr zu kleben